Als promovierte und habilitierte Sportwissenschaftlerin bringe ich nicht nur therapeutische Kompetenz mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für die wissenschaftlichen Grundlagen meiner Arbeit. Die Faszienforschung hat in den letzten zwei Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht.
Was sind Faszien?
Faszien sind das bindegewebige Netzwerk, das unseren gesamten Körper durchzieht. Sie umhüllen und verbinden Muskeln, Organe, Knochen und Nerven. Lange Zeit wurden sie in der Medizin als unwichtiges "Verpackungsmaterial" betrachtet.
Moderne Erkenntnisse
- Faszien enthalten mehr Schmerzrezeptoren als Muskeln
- Sie kommunizieren über ein eigenes Nervensystem (Interozeption)
- Faszien können sich aktiv zusammenziehen (Myofibroblasten)
- Sie speichern und übertragen Kraft (Tensegrität)
- Emotionaler Stress kann zu faszialen Verhärtungen führen
Wichtige Forschungsergebnisse
Aktuelle Faszienforschung
Die moderne Faszienforschung hat in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse hervorgebracht, die unser Verständnis von Bindegewebe grundlegend verändert haben:
- Faszien reagieren auf mechanische Stimulation und passen sich an Belastungen an
- Sie besitzen eine eigene sensorische Funktion mit zahlreichen Rezeptoren
- Langsame, sanfte Behandlung ist oft wirksamer als intensive Manipulation
- Das fasziale System spielt eine zentrale Rolle bei der Schmerzwahrnehmung
Tensegrität-Prinzip
Das Tensegrität-Modell beschreibt den Körper als Spannungsnetzwerk, in dem Knochen (Druckelemente) durch Faszien und Muskeln (Zugelemente) verbunden sind. Dieses Modell erklärt, warum:
- Schmerzen oft weit entfernt von der Ursache auftreten
- Lokale Behandlung allein oft nicht ausreicht
- Der ganze Körper als System betrachtet werden muss
Mein wissenschaftlicher Hintergrund
Akademische Laufbahn
- Diplom-Sportwissenschaftlerin – Universität Bayreuth
- Promotion (Dr. phil.) – Leistungsphysiologie
- Habilitation – Technische Universität München
- Akademische Oberrätin – 2001-2010
Forschungsschwerpunkte
- Leistungsphysiologie
- Sportmedizin
- Körperliche Belastung und Regeneration
- Diagnostik und Therapie
Evidenzbasierte Therapie
In meiner Praxis verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Erfahrung:
Faszientherapie
Basiert auf der aktuellen Faszienforschung. Gezielte Techniken lösen Verklebungen und verbessern die Gleitfähigkeit des Gewebes.
Bowen Therapie
Nutzt die sensorischen Eigenschaften der Faszien. Sanfte Impulse aktivieren die Selbstregulation des Körpers.
Matrix Rhythmus Therapie
Basiert auf dem Verständnis von Zellrhythmus und Mikrozirkulation. Fördert den Stoffwechsel im Gewebe.
Weiterführende Literatur
- Myers, T. (2020): Anatomy Trains: Myofasziale Leitbahnen. München: Urban & Fischer
- Stecco, C. (2015): Functional Atlas of the Human Fascial System. Edinburgh: Churchill Livingstone
- Findley, T. & Shalwala, M. (2013): Fascia Research III. München: Kiener Verlag
Fragen zur Faszienforschung?
Ich freue mich auf fachlichen Austausch. Kontaktieren Sie mich gerne für eine persönliche Beratung.
Telefon: 08142 4668668
E-Mail: [email protected]