Was ist Bowen Therapie?
Die Bowen Therapie, auch Bowtech genannt, ist eine sanfte Körperarbeit, die ihren Ursprung in Australien hat. Sie arbeitet mit präzisen, rollenden Bewegungen über Muskeln, Sehnen und Faszien, die dem Körper gezielte Reize geben.
Charakteristisch für die Bowen Therapie ist die Kombination aus feinen manuellen Impulsen und kurzen Pausen. Diese Pausen geben dem Körper Zeit, die gesetzten Reize zu verarbeiten und eigene Regulationsprozesse anzustoßen.
Meine Ausbildung
Ich bin zertifizierte Bowen-Therapeutin und habe meine Ausbildung am Deutschen Zentrum für Bowen Therapie (DZBT) in Dießen sowie an der International School of Bowen Therapy (ISBT) München absolviert. Mein wissenschaftlicher Hintergrund ergänzt meine therapeutische Arbeit durch ein fundiertes Verständnis funktioneller Zusammenhänge im menschlichen Körper.
Wie wird Bowen Therapie eingesetzt?
Die Bowen Therapie ist eine sehr sanfte Methode der Körperarbeit. Sie richtet sich an Menschen, die eine ruhige, nicht-invasive Behandlung bevorzugen und den Körper in seiner Selbstregulation unterstützen möchten.
In der Praxis richtet sich der Fokus unter anderem auf:
- Muskuläre Spannungsmuster
- Das fasziale Gewebe
- Entspannungs- und Regenerationsprozesse
- Das allgemeine Körperempfinden
Bei welchen Beschwerden kann Bowen Therapie begleitend eingesetzt werden?
Die Bowen Therapie wird in der Praxis häufig begleitend bei funktionellen Beschwerden eingesetzt. Die folgenden Angaben beruhen auf Erfahrungswerten aus der therapeutischen Arbeit:
- Muskel- und Spannungsbeschwerden im Bereich von Nacken, Schultern und Rücken
- Stressbedingte Anspannung und Erschöpfungszustände
- Spannungskopfschmerzen
- Bewegungseinschränkungen, z. B. nach Verletzungen oder Operationen
- Funktionelle Beschwerden des Verdauungssystems
- Kieferbezogene Spannungszustände (z. B. bei nächtlichem Zähneknirschen) – siehe auch Kiefer-Reset Therapie
- Schlafbezogene Regulationsstörungen
Ablauf einer Bowen-Behandlung
Eine Bowen-Sitzung dauert in der Regel etwa 60–75 Minuten. Die Behandlung erfolgt mit sanften, präzisen Griffen, zwischen denen bewusst Pausen eingelegt werden. Diese Pausen ermöglichen es dem Körper, die gesetzten Impulse zu verarbeiten.
Viele Patient:innen empfinden die Behandlung als sehr entspannend. Veränderungen werden häufig erst in den Tagen nach der Sitzung wahrgenommen, da der Körper die angestoßenen Regulationsprozesse fortsetzen kann.
Hinweis: Die Bowen Therapie ist eine komplementäre Methode. Die genannten Anwendungsbereiche beruhen auf Erfahrungswerten aus der Praxis. Es werden keine Heilversprechen abgegeben.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es mögliche Reaktionen auf die Bowen Therapie?
Die Bowen Therapie gilt als sehr sanfte Methode. Wie bei vielen körperorientierten Anwendungen können individuelle Reaktionen auftreten, z. B. Müdigkeit, ein vorübergehendes muskelkaterähnliches Gefühl oder Veränderungen im Körperempfinden. Diese Reaktionen sind individuell verschieden und klingen in der Regel von selbst wieder ab.
Ist Bowen Therapie wissenschaftlich belegt?
Die Rolle von Faszien und sanften manuellen Impulsen wird in der Forschung zunehmend untersucht. Die Bowen Therapie selbst zählt zu den komplementären Methoden und wird derzeit nicht als schulmedizinisches Verfahren eingeordnet. Erkenntnisse aus der Faszien- und Bewegungsforschung fließen ergänzend in meine Arbeit ein.
Was ist der Unterschied zwischen Bowen Therapie und Osteopathie?
Beide Methoden verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Die Bowen Therapie arbeitet mit sehr sanften Impulsen und integrierten Pausen, während osteopathische Techniken häufig direkter ausgeführt werden. Beide Methoden können sich – je nach individueller Situation – sinnvoll ergänzen.